Ausschnitte aus dem Mitteilungsblatt des Ortschaftsrates vom Juli 2001

Der Text wurde elektronisch eingelesen.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Peter Ulbrich, Ortsvorsteher


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Einsiedler Mitteilungsblatt mit neuem Aussehen

Die Stadtverwaltung Chemnitz hat die Herstellung des Mitteilungsblattes für die Ortsteile dem Verlag Riedel OHG in Röhrsdorf übertragen. In das Mitteilungsblatt wird Werbung aufgenommen, über die Kosten der Werbung sollen die Herstellung und Verteilung der Mitteilungsblätter für den Ortschaftsrat kostenneutral erfolgen. Wir bitten alle potentiellen Auftraggeber für Inserate durch entsprechende Aufträge die Herstellung des Mitteilungsblattes und die Möglichkeit der kostenlosen Information unserer Einwohner durch den Ortschaftsrat und für spezielle Betreuungseinrichtungen, wie den Seniorenklub, das Frauenbegegnungszentrum und die eingetragenen Vereine zu ermöglichen.

Die Aufgabe von Familienanzeigen ist gegen Entgelt beim Verlag möglich. Die Bürgerservicestelle kann im Bedarfsfall vermitteln. Ulbrich, Ortsvorsteher

Ortsvorsteher wiedergewählt

Durch die zuendegehende Wahlperiode der Bürgermeister und hauptamtlichen Ortsvorsteher war es notwendig, dass der Ortschaftsrat für die Zeit ab 01. August 2001 einen neuen ehrenamtlichen Ortsvorsteher wählt. Für das Ehrenamt gab es nur die Bewerbung des bisherigen Ortsvorstehers. Auf der Sitzung des Ortschaftsrates am 20.06.2001 wurde Peter Ulbrich von 15 anwesenden Ortschaftsräten mit 14-Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme wiedergewählt.

Der bisherige Ortsvorsteher bedankte sich für das mit dem Wahlergebnis ausgedrückte Vertrauen und sicherte dem Ortschaftsrat und allen Einsiedlern zu, für die nächsten drei Jahre bis zum Sommer 2004, sich weiterhin bestmöglich um die Entwicklung der Ortschaft Einsiedel zu bemühen.

Im Sommer 2004 sind wieder Kommunalwahlen, dann wird ein neuer Stadtrat und ein neuer Ortschaftsrat Einsiedel gewählt. Der Ortschaftsrat wählt im Nachgang seinerseits einen neuen ehrenamtlichen Ortsvorsteher. Ulbrich, Ortsvorsteher

41/2 Jahre Ortschaft Einsiedel als Teil der Stadt Chemnitz - der Eingemeindungsvertrag ist erfüllt

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Die Wahl zum ehrenamtlichen Ortsvorsteher ist Anlaß die nunmehr schon 5 Jahre alte Vereinbarung über die Eingliederung der Gemeinde Einsiedel in die Stadt Chemnitz auf ihre Erfüllung zu prüfen. Der Gemeinderat Einsiedel hatte am 04. 09. 1996 mit der Mehrheit aller Gemeinderäte bei 3 Gegenstimmen beschlossen, der Eingemeindung nach Chemnitz zuzustimmen. Der Stadtrat in Chemnitz hatte am 21. August 1996 der Eingliederung bereits einstimmig zugestimmt. Im Text des Vertrages stehen neben einer Reihe Regelungen zur Rechtsnachfolge und zum Übergang des Ortsrechtes Aussagen zur Übernahme der laufenden Verträge der Gemeinde und zur Weiterführung der im Verfahren befindlichen Bebauungspläne, sowie der Übernahme des Personals. Diese Aufgaben sind ausnahmslos erfüllt, die im § 10 Infrastruktureinrichtungen festgelegte Erhaltung und der Ausbau der Einrichtungen der Gemeinde ist bis auf eine Ausnahme erfüllt worden. Die Ausnahme ist der Verbundbetrieb der Mittelschule mit einer Chemnitzer Mittelschule. Diese Nichterfüllung hat nicht der Stadtrat zu vertreten, sondern das Staatsministerium für Kultus als Aufsichtsbehörde. Die Stadtverwaltung hat sich im Gegenteil bemüht, die Mittelschulausbildung solange als möglich in Einsiedel zu belassen. Erhalten und ausgebaut worden sind folgende Einrichtungen, der Kindergarten mit Hort, die Grundschule, das Gymnasium, das Freibad, der Jugendtreff, die Bibliothek und die Freiwillige Feuerwehr. Die Vereine werden durch die Stadt Chemnitz unterstützt. Die in Anlage 4 der öffentlichen-rechtlichen Vereinbarung festgehaltenen Wünsche der Gemeinde Einsiedel zu Investitionsmaßnahmen durch die Stadt Chemnitz sind in ihrem Gesamtvolumen überboten, die einzeln genannten Maßnahmen zur Modernisierung im Rathaus, in der Grundschule, in der Kindertagesstätte, dem Freibad, dem Jugendtreff, in kommunalen Wohngebäuden und der Bau von Abwassersammlern und Straßen sind im Wesentlichen punktgerecht erfüllt. Offen geblieben sind auch infolge neuer Schwerpunkte die Fenstererneuerung im Rathaus und in der Grundschule, sowie die Sanierung der Wohngebäude Neue Straße 24, 28 und August-Bebel-Platz 1.

Einige in den Jahren 1997 und 1998 schwierig zu lösenden Aufgaben, wie die Übernahme der Trinkwasserversorgung durch die Stadtwerke mit geringeren Preisen für die Einwohner ist erfolgt und heute bereits eine "alte Geschichte" geworden, an die kaum noch jemand denkt.

Aufgrund des großen Bedarfs sind in diesen 5 Jahren ganz erhebliche Investitionen in Einsiedel getätigt worden, die nicht in der Vereinbarung enthalten sind. Das betrifft vor allem das neue Feuerwehrgerätehaus, die Turnhalle für das Gymnasium und die Turnhallenreparatur in der Grundschule sowie eine Vielzahl von Sammler- und Straßenbaumaßnahmen an die im Sommer 1996 noch gar nicht zu denken war. Wichtige Abschnitte seien noch einmal genannt, es sind die Sammlerbauten in der Berbisdorfer Straße, der Altenhainer Allee, der Straße Talsperrengrund, Kirchgasse, Wiesenufer, Harthauer Weg, Lessingring, Funkstraße und Fischzuchtgrund, Straßenbau erfolgte neben der Wiederherstellung dieser Straßendecken auch im Pfarrhübelweg und dazu noch der Neubau der Zwönitzbrücke im Zuge der Hauptstraße in Höhe Niederwaldstraße. Durch diese umfangreiche Bautätigkeit verfügt die Ortschaft Einsiedel über eine weitgehend erneuerte Infrastruktur und gute Bedingungen für die weitere Entwicklung der Ortschaft.

Weitere Investitionen sind trotzdem in den nächsten Jahren erforderlich, hier wären zu nennen: Sammlerbaumaßnahmen in der Eibenberger Straße, der Rosenstraße, Kurt-Franke-Straße/Lindenstraße, Straßenbau in weiteren Abschnitten der Berbisdorfer Straße, der Eibenberger Straße und der Einsiedler Hauptstraße am Ortsende Richtung Dittersdorf, die bereits genannte Fenstererneuerung im Rathaus und Grundschule, die Einrichtung eines neuen Festplatzes und die Schaffung eines Parkplatzes für das Freibad.Insgesamt kann festgestellt werden, dass die noch zu lösenden Aufgaben in ihrem Finanzvolumen gegenüber den erledigten Investitionen vergleichsweise gering sind.

Für diese gute Entwicklung der Ortschaft Einsiedel als Teil der Stadt Chemnitz gilt dem Stadtrat und der Verwaltung der Stadt Chemnitz ein herzlicher Dank. Ulbrich, Ortsvorsteher

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Richtfest an dem Neubau der Zweifach-Turnhalle Gymnasium Einsiedet

Am 21.05. 2001 schlug Herr Bürgermeister Brehm den letzten Nagel in das Dachgebälk der neu zu bauenden Turnhalle am Gymnasium vor den versammelten Schülern und Lehrern ein. Mehrere Stadträte der Stadt Chemnitz, Vertreter des Schulverwaltungsamtes, des Hochbauamtes und die Bauarbeiter spendeten den notwendigen Beifall. Vorher hatte der Chor des Gymnasiums mit einigen Liedern und weitere Schüler mit Gedichten ihre Freude über den Fortschritt Turnhallenbaus Ausdruck verliehen. Der große Montagekran brachte die Richtkrone auf den Dachfirst.

Die Turnhalle soll im Februar 2002 fertiggestellt sein und den Schülern des Gymnasiums gute Möglichkeiten für den Sportunterricht und die Freizeitbetätigung bieten. Auch die Einwohner von Einsiedel und Umgebungwerden in den Abendstunden Gelegenheit haben, die Turnhalle für den Volkssport zu nutzen. Ulbrich, Ortsvorsteher

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Neues Wohngebiet wird in Angriff genommen

Im seit langen geplanten Wohngebiet oberhalb der Funkstraße fand am 02. Juni der feierliche erste Spatenstich zur Erschließung des Baugebietes durch die Bauträger GmbH Weber S. Massivhaus statt. Die Gesellschaft möchte das Baugebiet erschließen und die Erich-Parthey-Straße errichten. Insgesamt sollen 26 Bauparzellen verkauft werden. Der individuelle Eigenheimbau soll bereits in diesem Jahr erste Konturen annehmen. Wir wünschen dem Bauträger einen guten Start und eine zügige Realisierung des geplanten Baugebietes. Ulbrich, Ortsvorsteher

Weitere Baumaßnahmen in Vorbereitung

Der Ortsvorsteher informierte in der Ortschaftsratssitzung am 20. 06. über den vom Entsorgungsbetrieb geplanten Baubeginn für den Schmutzwassersammler in der Berggasse. Es ist vorgesehen, von der Hauptstraße ab Ende Juli bis zur Talsperre in der Berggasse einen Sammler zu verlegen, die Arbeiten sollen vor Jahresende 2001 abgeschlossen werden.

Ein weiteres Vorhaben ist durch das Garten-, Friedhofs- und Forstamt augeschrieben worden, es handelt sich um einen Wegebau um den Gymnasiumsteich. Es soll in den Monaten Juli bis November 2001 ein naturnah gestalteter Weg mit wassergebundener Decke und Holzbrücke rings um den Teich gebaut werden. Ulbrich, Ortsvorsteher

Die Einwohnerzahl von Einsiedel ist auch im l. Quartal 2001 gewachsen

Die Einwohnerzahl des Stadtteiles Einsiedel beträgt am 31. 03. 20013.877 Einwohner. Der Zuwachs gegenüber dem Stand 31. 12. 2000 ist mit + 4 sehr gering, aber es ist doch ein weiteres Wachstum unserer Ortschaft und ein neuer Höchststand seit 1992. Ulbrich, Ortsvorsteher .

Das neue Feuerwehrhaus wurde festlich eingeweiht

Mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen von Freitag, den 11. Mai 2001 bis zum Sonntag, den 13. Mai wurde das neuerbaute Feuerwehrgerätehaus feierlich inbetrieb genommen. Alles begann mit einer Festveranstaltung der Einsiedler Feuerwehr an der der Oberbürgermeister, Bürgermeister Brehm, der Amtsleiter des Feuerwehramtes Herr Marschner und sogar eine Delegation finnischer Feuerwehrleute aus der Partnerstadt Tampere, die in Chemnitz zu Besuch waren teilnahmen. Ebenso war der Einsiedler Ortschaftsrat, die Einsiedler Vereine und Architekten, Bauleiter und Vertreter der Baubetriebe eingeladen. Es gab Freibier, ein reichhaltiges Buffett und Musik und Tanz an diesem gelungenen Abend.

Höhepunkt des Sonnabends war ein Festumzug mit Vertretern von 18 Freiwilligen Feuerwehren der Umgebung. Die befreundeten Feuerwehrleute aus den Nachbarorten waren mit ihrer Einsatztechnik und mit historischen Fahrzeugen bis hin zum Fahrradtandem aus Jahnsdorf gekommen. Der Fahrzeugkorso gab damit auch einen Eindruck von der historischen Entwicklung der Technik und der heutigen Leistungsfähigkeit.

Die Chemnitzer Berufsfeuerwehr hatte einen Hubsteiger mitgebracht, mit dem sich Mutige bis zu 42 m hoch heben lassen konnten um das Feuerwehrhaus und ganz Einsiedel von oben zu betrachten. Am Sonnabendabend wurde dann nochmals zum Tanz aufgespielt und am Sonntag gab es Frühschoppen und weitere Führungen durch das gesamte Feuerwehrhaus. Die Einsiedler Kameraden freuen sich über das schöne und großzügige neue Haus und bedanken sich bei allen Verantwortlichen in der Stadt Chemnitz für die nunmehr gegebenen besten Arbeitsbedingungen.

Die neue Technik und das neue Haus locken auch Jugendliche in den Dienst der Feuerwehr. Der Feuerwehrleitung ist es gelungen eine Jugendfeuerwehr zu gründen, zu der gegenwärtig 25 Junge Kameraden gehören. Andreas Edelmann

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Zur Einsiedler Heimatgeschichte - Kohlenmeiler am Schwarzen Weg

Zwischen Einsiedel und Dittersdorfgibt es Zeugen eines ganz alten Handwerkes, der Gewinnung von Holzkohle. Der Weg beginnt mit der kleinen Straße "Am Mühlberg " oberhalb von Brauerei und Biergarten. Nach dem Überschreiten der Eisenbahnlinie Chemnitz-Aue stehen links Gebäude der alten Graupappenfabrik, früher war dies die Obere Mühle von Einsiedel. jenseits derZwönitz sind wir auf dem Schwarzen Weg, dem wir bis zur Wegekreuzung an der kleinen Schanze folgen. Hier beginnt unsere Zeitzeugensuche. Links oberhalb des Weges werden wir fündig und sehen die Zeitzeugen des Köhlerhandwerkes. Freie runde Flächen von 6 bis 10 m Durchmesser kennzeichnen die Stellen, wo die Köhler Holzkohle brannten. Am Auslauf der Böschung finden wir sogar noch Restlagerstätten von Holzkohle. Auf kurzen Wegen konnten die Meiler mit frischem Holz aus der unmittelbaren Nähe neu bestückt werden. Die fertige Holzkohle transportierten die Köhlerknechte in Weidenkörben auf befestigten zum Teil immer noch sichtbaren Stegen in die alte Glashütte, die um 1500 auf dem.Gebiet von Obereinsiedel bestanden hat. Nach Schließung der Glashütte benötigte man die Holzkohle zum Schmelzen von Brauneisenstein im hohen Ofen, dem Eisenschmelzofen, und zur weiteren Verarbeitung in der Hammerschmiede zur Herstellung von Zaineisen, Zaineisen ist die Bezeichnung von geschmiedeten Stabeisenstäben. Die alte Hammerschmiede befand sich auf dem Gelände der abgerissenen Filzfabrik.

Die Begriffe Schwarzes Holz und der noch heute gleichgenannte Schwarze Weg sind somit direkte Zeugen des Köhlerhandwerkes und Namensgeber für das bezeichnete Waldstück und Weg. Im Hangbereich des Waldes haben wir 10 Meilerstellen gefunden, weitere sind sicher auszumachen. Woher kam der Wieseneisenstein und Brauneisenstein? Auch aus der näheren Umgebung oder aus bekannten Vorkommen am Gornauer Heidberg und auf der Eubaer Flur? Erfreut über die gefundenen Beweise zu unserer Heimatgeschichte ging unsere Exkursion weiter bis zur abgetragenen Filzfabrik. Mit dem Schleifen dieser Fabrik ist eine Jahrhunderte alte Produktionsstätte verlorengegangen. Joachim Weber